Donnerstag, 21.11.2019 13:17 Uhr

Bürger fühlen sich von der Gemeinde übergangen

Verantwortlicher Autor: Walter Vymyslicky Obersiebenbrunn/Niederösterreich, 23.10.2019, 19:06 Uhr
Presse-Ressort von: fotovymy Bericht 4067x gelesen
Die zwei Varianten der Umfahrung
Die zwei Varianten der Umfahrung  Bild: Walter Vymyslicky

Obersiebenbrunn/Niederösterreich [ENA] Seit 2014 war allen klar: Die Umfahrung der Bahnübersetzung der Bahn Wien-Bratislava in Obersiebenbrunn mündet nach der Eisenbahsiedlung in die Landesstrasse. Aber seit Montag steht fest: es kommt ganz anders. Die Umfahrung mit Brücke mündet schon bei der Tankstelle in die LH 9.

Diese Tatsache kam jedoch erst nach einem zufälligen Gespräch eines Bewohners mit einem Eisenbahnverantwortichen zu Tage. Der kannte die große Umfahrung angeblich gar nicht. „Seit 2014 wird uns versprochen dass zum Schutz der Bevölkerung aufgrund des zweigleisigen Ausbaus der ÖBB Trasse Wien Bratislava eine verlängerte Umfahrungsstraße gebaut wird. Am Montag der Vorwoche haben wir erfahren dass wir seit Monaten hingehalten und belogen werden", berichtete der verärgerte Altbürgermeister und Betroffene Andreas Sinnhuber. Die Umfahrung wird nötig, da im Zuge des zweigleisigen Ausbaues der Bahnstrecke nach Bratislava die Bahnübersetzung für den Verkehr aufgelassen wird.

Nur eine Rad- und Fußgängerunterführung soll es dort geben. Das Grundstück worauf die neue Umfahrung gebaut werden sollte gehört der Erzdiözese Wien. Diese brach laut ersten Angaben der Betroffenen die Verhandlungen ab. „Und das obwohl die Verträge bereits fix und fertig zur Unterzeichnung auf dem Tisch lagen. Grund: Der Bürgermeister und die Gemeinde hätten sich nicht weiter darum gekümmert“, so Sinnhuber. Besonders ärgerlich ist es, dass die Lebensqualität der Bewohner diese Teiles von Obersiebenbrunn mit Füßen getreten wird. Die geplante Straße von der Brücke weg hat nämlich ein Gefälle von 6%. Das heißt, dass die Fahrzeuge bei Dunkelheit direkt in die Wohn- oder Schlafzimmer mit ihren Scheinwerfern leuchten.

Außerdem ist der Lärm der Traktoren und Lkws beim An und Afahren enorm ist. Nach Gesprächen mit der Erzdiözese in Wien wurde kurzfristig eine Gemeinderatssitzung einberufen, an der auch zahlreiche Betroffenen teilnahmen. Dort gaben die Verantwortliche das endgültige Aus für die große Umfahrung bekannt. Vizebürgermeister Rudolf Greul (OVP), der noch am Nachmittag mit der Erzdiözese verhandelte stellte fest, dass der Fehler nicht bei der Erzdiözese lag, wollte aber auch nicht sagen bei wem. „Wir haben in den letzten Tagen verschiedene Varianten für die Kurze Umfahrung diskutiert. Dabei dürfte die Variante mit einem Grundtausch und der Straßenverlegung um einige Meter von der Siedlung entfernt die beste zu sein.

Es wird dort auch verschiedenen Lärmschutz geben.Bei der einstimmigen Abstimmung wurde Greul als alleiniger Verhandler gewählt. Doch damit wollen sich die Bürger nicht zufrieden geben. „Wir werden und mit unserem Anliegen an den Ombudsmann wenden“, stellte Sinnhuber zum Abschluss fest!

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