Montag, 21.09.2020 12:15 Uhr

Die Bienenfresser sind wieder da

Verantwortlicher Autor: Walter Vymyslicky Marchfeld/Wien/Österreich, 13.05.2020, 15:49 Uhr
Presse-Ressort von: fotovymy Bericht 6849x gelesen
Zuerst suchen sie ein neues Nest
Zuerst suchen sie ein neues Nest  Bild: Walter Vymyslicky

Marchfeld/Wien/Österreich [ENA] Seit ein paar Tagen sind sie wieder da. Die Bienenfresser in den Trockengebieten in der Nähe von Lassee. Schon wenn man sich dem kleinen Wäldchen nähert hört man sie schreien. Die farbenprächtigen Zugvögel bringen mit ihrer Buntheit exotischen Flair ins Marchfeld.

Zur Nahrung der Bienenfresser gehören Insekten wie zum Beispiel Bienen, Wespen, Hummeln, Käfer, Libellen und viele mehr, welche er im Flug erbeutet. Der Bienenfresser ist eine laut Rote Liste NÖ gefährdete Vogelart, welche seit 1999 im Rahmen eines Artensicherungsprogramms betreut wird. Er besiedelt in Niederösterreich aktuell vor allem den Bereich der Hainburger Berge, den Nahbereich der Leitha-Auen, die Donauauen im Bereich Braunsberg-Wolfsthal, das Arbesthaler Hügelland, das Kremser Hügelland, den Wagram, das Marchfeld und das Weinviertel.

Zur großen Freude haben sich vor wenigen Jahren einige zig Bienenfresser an der Wand einer ehemaligen Schottergrube in Lassee angesiedelt. Seither führt für viele Bienenfresser der Weg aus dem Winterquartier Afrikas zurück nach Niederösterreich. Es ist eine Genuss, den Vögeln bei ihren anmutigen Flugspielen zuzuschauen und ihre Ruffreudigkeit erleben zu dürfen. Der Bienenfresser ist einer der farbenprächtigsten Vögel Mitteleuropas, er gehört zu den Zugvögeln, welche hauptsächlich im südlichen Afrika überwintern. Der bunte Vogel ist durchschnittlich 28 cm groß und der Bauch- und Brustbereich ist türkisfarben. Seit heuer gibt es für die Besucher eine Aussichtswarte von der man die Vögel beobachten kann.

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Neben der exotischen Färbung ist ein weiteres typisches Merkmal der lange, leicht gebogene Schnabel und die verlängerten mittleren Schwanzfedern. Der Vögel sind Kolonienbrüter, welche ihre Nester meist als Höhle in den Hängen und Wände von Sand-, Schotter- und Kiesgruben anlegt. Die selbst gegrabenen Röhren haben eine Länge von zirka eineinhalb bis zweieinhalb Meter und einen Durchmesser von fünf Zentimeter. Am Ende der Röhre ist die blasenförmig erweiterte Brutkammer. Die Brutzeit beginnt Mitte Mai, nach der Rückkehr aus Afrika und dauert mit der Jungenaufzucht bis Ende Juli. Das Ausbrüten der einzigen Jahresbrut von fünf bis sieben Eiern dauert 20 bis 22 Tageund im August verlassen die Bienenfresser ihre Brutheimat wieder.

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