Samstag, 08.08.2020 16:19 Uhr

Odyssee eines Polnischen Staatsbürgers

Verantwortlicher Autor: Walter Vymyslicky Marchfeld/Wien/Österreich, 12.04.2020, 18:50 Uhr
Presse-Ressort von: fotovymy Bericht 5118x gelesen
Auf diesem Rastplatz wurde der Pole wieder gefunden
Auf diesem Rastplatz wurde der Pole wieder gefunden  Bild: Walter Vymyslicky

Marchfeld/Wien/Österreich [ENA] Als Walter Wambach am 8. April mit dem Traktor nach Niederweiden in Niederösterreich zu seiner Jagdhütte kam, fuhr ein PKW mit polnischem Kennzeichen vor. Ein völlig aufgelöster, vermutlich auch psychisch angeschlagener junger Mann, stieg aus dem Auto.

Wie er mit einem Jagdfreund herausfinden konnte, hat er vor drei Tagen die Heimreise von Stuttgart nach Polen angetreten. Nachdem alle Grenzen nach Tschechien geschlossen waren, kam er nach seiner Irrfahrt in das Gemeindegebiet von Engelhartstetten, kurz vor die slowakischen Grenze. Es wurde die Polizei und eine gebürtige Polin (die Gattin eines weiteren Jagdfreundes) angefordert. Man versorgte ihn mit Essen und Trinken sowie Decken zum Schlafen.

Nachdem er sich halbwegs beruhigte, wurde mit ihm vereinbart, am nächsten Morgen sein Auto aufzutanken und zur polnischen Botschaft nach Wien zu fahren. Bereits auf der Fahrt Richtung Hainburg ging der junge Pole jedoch verloren. Nach stundenlanger Suche im Bezirk Bruck an der Leitha konnte er durch einen telefonischen Hinweis seiner Schwester aus Polen auf der Raststation Maria Ellend wieder gefunden werden. Nach fast 50 Telefonaten mit der Botschaft, seiner Schwester in Polen aber auch mit seinem Chef in Stuttgart, aber vor allem mit Frau Dr. Ewa Kropik, die als Dolmetscherin fungierte, wurde schließlich das Rote Kreuz und Polizei angefordert.

Da die Rettungskräfte nach einem kurzen Gesundheitscheck anhaltende psychische Probleme feststellen konnten, wurde David schlussendlich ins Krankenhaus nach Neunkirchen gebracht. Somit konnte nach sieben Stunden die Mission beendet werden. Die Beamten der Autobahnpolizei bedankten sich bei Wambach für seine Ausdauer und Courage. Seine Schwester ließ ihm über Frau Dr. Kropik ausrichten, dass alle Beteiligten ihren Bruder vermutlich das Leben gerettet haben. In allen Handlungen war auch immer das Thema „Corona-Virus“ von Bedeutung. „Trotzdem sollte man auch in dieser schwierigen Situation vor Hilfe nicht zurückschrecken“, berichtete Walter Wambach. dem dieser ungewöhnliche Einsatz sehr an seinen Nerven zehrte.

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